Wichtige Hinweise

Wichtige Hinweise

Die Schnur ist zumeist als Seil konstruiert (gleiches Material, Kern und Mantel), ist jedoch nur für eine statische Belastung bestimmt - darf daher keine dynamische Energie absorbieren !!! Einfach gesagt, sie darf für sich selbst keine Fallenergie aufnehmen (es darf sich mit ihr kein Bergsteiger anseilen und in sie hineinfallen), sondern sie muss bei einer ordnungsgemäßen Dimensionierung zum Anschlagen und ähnlichen Zwecken verwendet werden.

Die Hauptanforderungen an Reepschnüre sind in CSN EN 564 definiert:

  • die Durchmesser sind zwischen 4 mm bis 8 mm festgelegt
  • die Mindestanforderung an die Festigkeit ist 200 N/mm2 Querschnitt
  • der Nenndurchmesser und die Bruchfestigkeit führt folgende Tabelle an

Durchmesser mm Ø 4 Ø 5 Ø 6 Ø 7 Ø 8
Masse g/m 12,9 19,1 22,7 33,9 39,6
Mindestfestigkeit daN 320 500 720 980 1280

Anmerkung: 1 daN entspricht einer Tragfähigkeit von etwa 1 kg (genau 0,981 kg)

Es werden auch kleinere Durchmesser der gleichen Machart hergestellt, jedoch ist deren Anwendung sehr spezifisch:

  • Durchmesser 2 mm - Lawinenschnur (gegebenenfalls als Zierschnur für Anhänger des Bergsteigers)
  • Durchmesser 3 mm - für das Festmachen des Hammers und anderer Werkzeuge als Schutz vor Verlust an der Wand oder in der Höhle (ihre Festigkeit ist ca. 1,4 kN - trägt ca. 140 kg)
  • Durchmesser 9 mm - bei einer geforderten höheren Festigkeit und Sicherheit kann eine Reepschnur mit einem Durchmesser von 9 mm verwendet werden.

Wichtiger Hinweis:
Reepschnüre verwendet man vor allem bei Tätigkeiten mit Prusikknoten. Da ihr Mantel relativ schwach ist, müssen wir laufend kontrollieren, ob es durch die Verschiebung der Schnurschleife über das Seil nicht zu ihrer Beschädigung kommt - Durchreiben. Jedwedes Anzeichen einer Beschädigung bedeutet, dass wir den Prusikknoten so neu binden müssen, dass der Kontakt zum Seil nur durch die unbeschädigte Oberfläche der Schnur hergestellt wird. Sofern aus dem Mantel der Schnur der Kern herausgleitet, muss das beschädigte Schnurstück herausgeschnitten oder sie am besten ganz weggeworfen werden.
Das Material der Hilfsschnüre altert ebenso wie bei den Seilen. Wir empfehlen Ihnen, jeweils nach 5 Jahren die Schnüre auszuwechseln.


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